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"Um ein Bild aus der Physik zu nehmen, können wir sagen:
Unser Gemüt ist bei Ausführung einer bestimmten Handlung
in einem bestimmten Vibrationsstadium. Alle Gemüter, die sich
in der gleichen Verfassung befinden, haben die Tendenz, von dem
unseren beeinflusst zu werden. Es ist allgemein bekannt, dass mehrere
gleich gestimmte Instrumente in einem Raum mitschwingen, wenn eines
davon angeschlagen wird. Ebeneso werden alle Gemüter, die,
wenn man so sagen darf, in der gleichen Spannung sind, vom gleichen
Gedanken beeindruckt. Natürlich ist der Einfluss des Gedankens
nicht imer gleich stark - Entfernung und viele andere Ursachen spielen
da eine Rolle -, aber das Gemüt steht diesen Einflüssen
immer offen. Begeht zum Beispiel jemand eine böse Tat, so befindet
sich sein Gemüt in einem bestimmten Schhwingungszustand, und
die Möglichkeit ist gegeben, dass alle Gemüter in der
ganzen Welt, die sich im gleichen Zustand befinden, die Schwingungen
seines Gemütes aufnehmen. Genauso geht es natürlich mit
der guten Tat. Das Ausmaß der Macht, die ein Gemüt auf
das andere ausübt, hängt von der Stärke der jeweiligen
Spannung ab, mit der eine Tat begangen oder ein Gedanken gedacht
wird.
Wenn wir diesen Vergleich fortführen, so können wir sagen,
dass die Wellen unserer Gedanken wie die Lichtwellen, die Tausende
von Jahren wandern, ehe sie auf ein empfangendes Auge treffen, ebenfalls
vielleicht lange Zeit benötigen, ehe sie dorthin finden, wo
eine gleiche Schwingung besteht. Es ist deshalb durchaus möglich,
dass unsere Atmosphäre angefüllt ist von solchen Gedankenschwingungen,
sowohl guten wie bösen. Jeder Gedanke, den ein Gehirn versendet,
schwingt gleichsam hinaus, bis der dort auftrifft, wo er empfangen
werden kann. Jedes Gemüt, das dem Empfang solcher Impulse offen
steht, kann sie augenblicklich aufnehmen. Wenn also ein Mensch eine
böse Tat begeht, so hat er sein Gemüt in einen gewissen
Spannungszustand versetzt, und alle Wellen, die mit diesem Spannungszustand
überein stimmen und die sich gleichsam bereits in de Atmosphäre
befinden, mühen sich eifrig, in sein Gemüt zu dringen.
Das ist der Grund, warum der Übeltäter für gewöhnlich
Böses zu Bösem fügen muss. Sein Wirken wird von diesem
Zustrom verstärkt. Das gleiche geschieht dem, der Gutes tut.
Er öffnet sich allen guten Wellen, und seine Neigung zum Guten
wird dadurch noch größer. Daher setzen wir uns, wenn
wir Böses tun, einer doppelten Gefahr aus. Erstens öffnen
wir uns allen Einflüssen, die uns umgeben, und zweitens bringen
wir Übles hervor, das wiederum andere beeinflust, wenn auch
vielleicht erst Hunderte von Jahren später. Durch die böse
Tat schädigen wir also gleichzeitig uns und unsere Mitmenschen.
Wie alle anderen Kräfte im Menschen, wird auch die Macht zum
Guten wie zum Bösen von außen gespeist. "
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