Gedanken und Vorstellungen sind anziehend und unterhaltsam. Wir sind süchtig nach Denken und in endlose innere Debatten verstrickt. Manches halten wir länger fest, weil es uns ein gewisses Wohlgefühl gibt. Und dann laden wir es gerne wieder ein, um dieses Wohlgefühl immer wieder zu erleben. Dann kommt ein Punkt wo es "switcht", und der Gedanke eine aufdringliche Qualität bekommt, wo wir ihn nicht mehr einfach so abweisen können, obwohl wir es vielleicht wollen - eine Sucht ist geboren. Süchte, Zwänge, Gewohnheiten - sie alle zeigen wie uns Gedanken lancieren können. Daskalos sah sie als Wesen und nannte sie "Elementale", Eckhart Tolle nennt es als Ganzes den "Schmerzkörper", andere spirituelle Lehrer nennen es "Programme" - im Grunde sind Gedanken- und Gefühlsmuster damit gemeint, die uns immer wieder begegnen und Leid/Schmerz erzeugen. Sie sind individuell verschieden in ihrer Zusammensetzung und Stärke. Ein schönes Bild dafür ist eine Zusammenballung von bunten Seifenblasen. Jeder von uns trägt sein Päckchen davon mit sich herum. Im Grunde durchziehen uns diese Programm ohne einen Adressaten oder Absender. Wir sind jedoch geneigt, sie persönlich zu nehmen. Deshalb können sich diese Seifenblasen länger als es sonst der Fall wäre an uns heften und uns beeinträchtigen. Die größte Seifenblase ist das kleine Ich, dieser Überzeugung, ein abgetrenntes Wesen zu sein. Das bietet den Raum, an den die anderen Seifenblasen andocken. Wie werde ich sie los? Zunächst mal gar nicht. Denn bevor sie ihre Macht verlieren steht die Aufforderung zur Selbsterkenntnis. WER BIN ICH WIRKLICH? Gegen seine Programme anzukämfen, macht sie eher stärker. Es ist aber schon ein guter Schritt, sie bewusst wahr zu nehmen und anzunehmen. Mit Byron Katies "The Work" können sie nach und nach bewusst gemacht und hinterfragt werden. |