Leiden

Widerstand erzeugt Leiden...

Es gibt verschiedene Arten von Leiden. Das eine ist unabänderlich und hat seine Ursachen in Alter, Krankheit und Verlust von Liebem. Dieses Leiden lässt sich nicht abstellen. Schmerz wird es immer wieder im Leben geben.

Doch wir setzen immer noch eins drauf! Wir sind voller Widerstand, weil wir uns mit dem LEBEN nicht eins fühlen, sondern in Distanz. Und wir glauben es besser zu wissen als das LEBEN. Wir können nicht annehmen was ist. Wir wollen es anders haben und möglichst kontrollieren. So stricken wir Geschichten um das, was bereits unabänderlich geschehen ist und ergehen uns immer und immer wieder in persönlicher Betroffenheit. Dieses Leiden müsste nicht sein!

Das, was wir für unser "Ich" halten ist geneigt, sich bei jeder Gelegenheit aufzuplustern. Es behauptet, die Dinge regeln und verändern zu können, es fühlt sich verantwortlich oder schuldig, und wann immer der Gedanke auftaucht: "Ich muss..." ist man auf dem Holzweg. Wir leiden, weil wir uns für den Autoren unseres Lebensromans halten. Doch das, was unser Leben lenkt, ist weit größer als die paar Gedanken, die sich für ein "Ich" halten... es ist für das Denken nicht begreifbar. Deshalb können wir uns getrost vom Denken abwenden und uns entspannen. Wir sind nicht schuld! Wir sind nicht für alles verantwortlich!

Dieses Leiden fällt von uns ab wie der Grauschleier aus der Waschmittelwerbung... wenn wir erkennen, wer wir NICHT sind! Denn wir sind NICHT dieses kleine Ich, das wir glauben zu sein. Nutzen wir doch unseren Gehirnapparat und erforschen wir uns: "Wenn ich all diese Geschichten weg lassen würde, WER bin ich wirklich? Wenn ich dieses "Ich" nicht bin - wer oder was bin ich dann?"

Wenn die Antwort auf diese Frage dämmert, schwindet all der Schmerz, der aus der schweren Bürde geflossen ist, denn ihr Zentrum löst sich auf und entpuppt sich als nicht existent.

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