Frédéric Lionel kannte sich besonders gut in der spirituellen Tradition des Europäischen Abendlandes aus. Er bleuchtete die Bruderschaft des Phytagoras, wie auch die mystische Bedeutung des "heiligen Grals". Er wusste um die esoterische Bedeutung des neuen Testaments und legte auch das Thomas-Evangelium aus. Frédéric Lionel wirkte auf andere Menschen durch seine Ausstrahlung. Bei großer Bescheidenheit und Freundlichkeit strahlte er eine natürliche Autorität aus - die Autorität des Menschen, der Weisheit erlangt hat, nicht lediglich indem er Bücherwissen ansammelte, sondern indem er sich dem Geistigen, Göttlichen öffnen konnte. Frédéric Lionel war außerordentlich liebevoll, zu jedermann freundlich und brüderlich. Keine Frage war ihm zu viel oder zu banal, intellektuellen Spekulationen war er jedoch nicht zugänglich. Er lebte und wirkte vorwiegend in Paris und Amphion, seine Seminartätigkeit führte ihn aber auch häufig nach Deutschland, in die Schweiz, England und Amerika, wo er viele Menschen lehrte. Kernpunkt seiner Gedankenwelt waren die vier "Meisterworte":
Frédéric Lionel war innig mit Carlfried Graf Dürckheim befreudet und traf sich regelmässig mit anderen Menschen, wie beispielsweise Krishnamurti, die es anstrebten, das Bewusstsein der Menschen zu heben. Frédéric Lionels schriftstellerisches Werk und öffentliches Wirken wurde in den Fernsehsendungen "Zeugen des Jahrhunderts" und "Wortwechsel" gewürdigt. Sein Hiersein endete im Dezember 1999 in Paris. Hier ein kurzer Lebenslauf: Frédéric Lionel war elsässischer Abstammung und wurde 1908 in Amphion, auf der französischen Seite des Genfer Sees geboren. Nach dem Studium in Paris und Zürich betätigte er sich zunächst wissenschaftlich als Kybernetiker. Als britischer Offizier befreite er nach der Besetzung Frankreichs im Zuge gewagter Missionen viele in der "FestungEuropa" gefährdete Menschen und rettete mit seinen humanitären Interventionene später zahlreichen Deutschen das Leben. Nach dem Krieg wurde er sich durch seine tiefen spirituellen Erfahrung während der Wirren der Kriegszeit bewußt, daß eine neue Weltsicht angestrebt werden müßte, um der Problematik unserer Zeit gerecht zu werden. Daher setzte er sich intensiv sowohl mit der östlichen wie auch der westlichen Tradition auseinander. Als heute international bekannter Schriftsteller und Philosoph beleuchtete er in seinen Schriften und Seminaren den initiatischen Weg in der Geistesgeschichte des Abendlandes. Er war überzeugt, daß die Errungenschaften der ewigen Weisheit wieder ins Bewußtsein der Menschen treten sollten, umdie allumfassende Angst, die in der Welt herrscht, in Hoffnung zu wandeln. |