Der Intellekt, das Denken kann ein großes Hilfsmittel sein bei der Suche nach unserem wahren Wesen. Aus dem Zen sind uns die Koans bekannt - das sind Gedankenrätsel, die für den Verstand unlösbar sind und letztlich zum Aufgeben zwingen. Doch das größte Koan ist die Frage: Wer bin ich wirklich? Diese Frage sollte sehr ernst gemeint sein. Die Selbst-Erforschung hat nur dann Sinn, wenn man am Ende seines Lateins angekommen ist und beschließt, ohne die Antwort nicht mehr "nach Hause zu gehen". So entschlossen hat man die Kraft, sich dieser Frage mit ganzem Herzen zu widmen. Das Vorgehen ist einfach: Im Beobachten der Gedanken ergreift man sofort jeden Gedanken, der sich in Geschichten von Morgen oder Gestern mit dem "Ich" beschäftigt. Und sofort kommt die Reaktion: "Ich? Das bin ich nicht! Wer bin ich wirklich?" Es geht also um ein Verneinen des Ich. Dabei kann man Gedanken ausklammern, die sich mit der augenblicklichen Realität beschäftigen, wie Kartoffeln schälen oder was auch immer... Es geht um die Gedanken, die Geschichten erzählen, die sich um die angebliche Wirklichkeit eines "Ich" ranken. Wenn man diese Erforschung mit großer Energie, Neugier und Ausdauer betreibt, wird die Antwort kommen - jedoch nicht in Worten und nicht in Gedanken. Hier mehr zur Methodik. |