Der männliche Weg: Selbsterforschung

Wer bin ich wirklich?

Der Verstand kann ein wunderbares Werkzeug sein, um die Absurdität von Gedanken und Glaubenssätzen zu erkennen. Unser hartnäckigster Glaubenssatz ist der, ein Ich zu sein.

Die Gretchenfrage zu diesem Glaubenssatz lautet: Wer bin ich wirklich?

Das Vorgehen ist einfach: Im Beobachten der Gedanken ergreift man sofort jeden Gedanken, der sich in Geschichten von Morgen oder Gestern mit dem "Ich" beschäftigt und reagiert auf ihn mit einer strikten Negation: "Ich? Das bin ich nicht! Wer bin ich wirklich?"

Es geht um eine kategorische Verneinung des Gedankens ein Ich zu sein. Der Verstand bricht sich an dieser unlösbaren Frage und ermüdet irgendwann. Schließlich gibt es keine Antwort darauf, und es bleibt nichts als in die Stille zu lauschen und sich für eine Antwort von einer anderen Ebene zu öffnen. Wie heißt es so schön bei Albert Einstein:"Man kann ein Problem nicht mit den gleichen Denkstrukturen lösen, die zu seiner Entstehung beigetragen haben."

Wenn man diese Selbst-Erforschung mit großer Energie, Neugier und Nachruck betreibt, wird die Antwort kommen - jedoch nicht in Worten und nicht in Gedanken.

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