Vertrauen und Angst schließen einander aus. Angst führt dazu, kontrollieren zu wollen. Wir glauben wir hätten die Dinge in der Hand, wir könnten etwas tun, etwas bewirken, und ohne uns ginge alles schief. Wir wollen die Dinge lenken, sehnen uns nach Bedeutung, belasten uns mit übertriebenem Verantwortungsgefühl und bürden uns so immer mehr auf. Welche Last wir getragen haben merken wir erst dann, wenn sie abgefallen ist. Betrachten wir unser Leben ehrlich, müssen wir zugeben, dass uns die schönsten und besten Dinge einfach so zu-gefallen sind. Es hat sich so ergeben, ohne dass wir es beabsichtigt hätten. Im Gegenteil behindert die Absicht den schönen Zufall. Aus der Physik wissen wir es inzwischen, dass die Absicht das Ergebnis beeinflusst. Doch vielleicht hat das LEBEN viel schönere Absichten als wir... Entspannen wir uns doch einmal und überlassen wir dem LEBEN die Führung, denn hier wirkt eine Intelligenz, die weit größer als unser Verstand. Wir können sie nicht erfassen. Und sie ist von einer derart liebenden Weisheit, dass wir uns ihr getrost überlassen können. Auf allen spirituellen Wegen wird das "Loslassen" gepredigt. Doch dieses Loslassen ist unmöglich ohne Vertrauen in das große SEIN, in das Ganze, in das LEBEN. Deshalb finde zuerst das Vertrauen, dann geschieht das Loslassen von selbst. |